Floßlendstraße 9

Aus Baugeschichte

Österreich » Steiermark » Graz » 8020



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47° 5' 3.31" N, 15° 25' 26.32" E

Ehem. Dampfwäscherei Weinhardt

Der hier verlaufende Schleifbach führte auch den Namen Erlenbach (siehe die von der Augasse abzweigende Erlengasse), wurde aber auch "Mühlbach" genannt. Knapp oberhalb der hier angesiedelt gewesenen Dampfwäscherei, deren Schlot beim Bau des Lebensmittelmarktes erfreulicherweise erhalten blieb, ist auf dem "Plan der k. k. Provinzial-Hauptstadt GRATZ" von ca. 1865 noch ein mühlenartiges Bauwerk zu erkennen, das die Konskriptions-Nummer 116/1 trägt. Das Häuserbuch von Pirchegger (ca. 1927) verweist unter der Nr. 116 auf das gegenüber liegende Haus Floßlendstraße Nr. 87: Gehörte früher zu Dorngasse 1. 1785 Witwe Amering, 1798 W. Spatz, 1801 J. Schindlmayr, 1838 Fleischhacker, 1853 S. Eder, 1870 A. Müller, 1900 E. Hopfer, 1936 J. Brucker. Wenn auch hier zwar von einem Besitzer Müller, aber nicht von einer Mühle die Rede ist, so kann doch davon ausgegangen werden, dass im angegebene Haus die Inhaber der Mühle wohnten.

Das hier wiedergegebene Ölbild aus dem ersten Viertel des 20. Jhs zeigt deutlich, dass die Dampfwäscherei Energie über ein Wasserrad aus dem Schleifbach bezog. Das weiter oberhalb liegende Bauwerk, leider sind die Aufschriften nicht zu erkennen, ist ebenfalls beiderseits des Wasserlaufs errichtet: hier könnte sich die gesuchte Schleifmühle befunden haben.

Und tatsächlich: Die Riedkarte des Franziszeischen Katasters zeigt an dieser Stelle - wir befinden uns in der damaligen "Flohgasse" (!) - zwei Mühlräder beiderseits des Wasserlaufs. Jetzt müsste man nur noch das Bauparzellen-Protokoll von 1829 oder das Grundbuch der damaligen Herrschaft Leuzenhof bemühen, dann wäre auch der Name des Mühlherrn zu eruieren ...

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