Breitenweg 0
Aus Baugeschichte
Österreich » Steiermark » Graz » 8051
47° 3' 39.92" N, 15° 28' 42.76" E
Schloss Hintenfeld (abgekommen)
Das "verschwundene" Schloss Hintenfeld wurde „zwischen der Kirche und der ehemaligen Ziegelei Eustacchio“ (Kubinzky-Wentner) geortet. Baravalle suchte es in seinem Burgenbuch von 1961 noch "südlich der Kirche von St. Peter.." und nahm an, dass es "schon um die Mitte des 18. Jhs abgetragen worden" sei. Dem widerspricht ein 2013 gemachter Fund auf der „Josephinischen Landesaufnahme“ von 1787, aus der sich nun auch ein genauer Standort entnehmen lässt: Im Zwickel zwischen dem St. Peter Pfarrweg und dem Breitenweg, wo dieser anzusteigen beginnt, weist die Bezeichnung kaum lesbare „Schloss Hintenfeld" auf ein größeres Anwesen hin.
In Vischers Schlösserbuch von 1681 erkennt man, dass das Schloss aus Süd-, Ost- und Nordflügel zu bestehen scheint. Damals war es im Besitz von Georg Adam Graf Lengheim. Auch Andreas Trost hat es auf seiner Ansicht "Graz von Westen" 1699 ebenfalls gezeigt, doch schon nicht mehr in seinem vollen Umfang.
Gemeinsam mit der Familie Eustacchio wurde die bisher nicht sicher feststellbare Lage des abgekommenen Schlosses weiter bestätigt. Vor allem das Foto aus dem Jahr 1923 war hier eine große Hilfe. Die Reste des Schlosses dürften bald danach der Erweiterung des Ziegelgeländes zum Opfer gefallen sein. Seit der Auflassung des Ziegelwerkes in den 1980er Jahren hat sich hier ein bewaldetes Erholungsgebiet ausgebreitet.- Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Hintenfeld 1681 (Vischer)
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Hinteld 1706 (A. Trost)
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Indikationsskizze 1829 (StLA)
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Südtrakt vor dem Abbruch (Archiv Eustacchio) - 1923