Jakominiplatz

Aus Baugeschichte

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47° 4' 2.08" N, 15° 26' 33.19" E

Jakominiplatz

Nach Aufhebung der Festungswerke durch Kaiser Joseph II. 1782 wurde das Areal vor dem Eisernen Tor zur Verbauung freigegeben. Kaspar Andreas von Jakomini erwarb 1786 einen Teil der Gründe und ging daran, hier eine neue Vorstadt anzulegen. Die beiden nördlichen Häuserzeilen, die "Stadtgrabenhäuser" wurden ursprünglich durchgehend nur zweigeschossig ausgeführt (Jakomini wollte von seinem Haupthaus den Blick auf den Schloßberg wahren) und auf den Wall (Contreescarpe) gestellt, der den Stadtgraben nach Süden zu begrenzte. Die Schrägstellung ist durch den ehemals hier im Glacis befindlichen Ravelin, ein basteiartiges Vorwerk im Stadtgraben, verursacht. Das Ensemble des Jakominihauses (Jakominiplatz 16)und der beiden den Jakominiplatz nach Nordwest und Nordost abschließenden Häuserzeilen ist von geschichtlicher Relevanz, weil hier Stadtentwicklung und Baustil vom Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts ablesbar sind. 1796 setzte Jakomini die Übertragung der 1664 (nach der siegreichen Schlacht bei St. Gotthard) errichteten Mariensäule vom Karmeliterplatz auf den neuen Platz durch; die Madonna blickt hier nach Osten. Der "Prospect" von 1796 zeigt schon die Stelle der noch heute bestehenden Standln, den "Tantler Platz", den "Grosen Barometer" beim heutigen Dorothem, das Gasthof "Stadt Triest" (ehem. Hotel Steirerhof) und gegenüber an der Ecke zur Schmiedgasse das Kaffehaus "Stadt Venedig".

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