Am Ölberg 1: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Herrenhaus dieser Hofstatt, ein mächtiges, weithin sichbares Gebäude mit Schopfwalmdach und vier Gaupen an der Ostseite, ist sicher eines der ältesten Häuser am Berghang. Die massiven Tonnengewölbe der tiefen Keller stehen auf Bruchsteinfundamenten. Auch die gemütlichen Wohnräume waren 2001, als Annemarie Reiter ihr Buch über Wetzelsdorf schrieb, noch in originalem Zustand "mit den Korbbögen über den Türen und den Nischen in den dickwandigen Mauern". | Das Herrenhaus dieser Hofstatt, ein mächtiges, weithin sichbares Gebäude mit Schopfwalmdach und vier Gaupen an der Ostseite, ist sicher eines der ältesten Häuser am Berghang. Die massiven Tonnengewölbe der tiefen Keller stehen auf Bruchsteinfundamenten. Auch die gemütlichen Wohnräume waren 2001, als Annemarie Reiter ihr Buch über Wetzelsdorf schrieb, noch in originalem Zustand "mit den Korbbögen über den Türen und den Nischen in den dickwandigen Mauern". | ||
Am Pressbaum der zum Teil noch gut erhaltenen Press kann man die Jahreszahl 1600 lesen; die Spindel hingegen ist mit 1713 bezeichnet. Von Umbauten sind wir nicht unterreichtet, eine Fotografie aus dem Jahre 1900 zeigt jedenfalls bereits den heutigen Baukörper. | Am Pressbaum der zum Teil noch gut erhaltenen Press kann man die Jahreszahl 1600 lesen; die Spindel hingegen ist mit 1713 bezeichnet. Von Umbauten sind wir nicht unterreichtet, eine Fotografie aus dem Jahre 1900 zeigt jedenfalls bereits den heutigen Baukörper. | ||
Version vom 5. März 2022, 17:58 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8052
47° 3' 11.59" N, 15° 22' 58.91" E
Grekenhof bzw. Greken Hofsatt
Schon im Josephinischen Kataster von 1780 wird die "Gregenhofer Hofstatt" genannt, der Franziszeische Kataster von 1820 verzeichnet die Bauparzelle 39. Das Haus wurde um das Jahr 2000 von manchen Leuten noch "Klösterle" genannt, vielleicht war es einst im Besitz der Clarissen; Maria von Bayern, die diesen Orden 1602 gegründet hatte, war auch um die Erhaltung des nahen Kirchleins St. Johann und Paul bemüht gewesen.
Das Herrenhaus dieser Hofstatt, ein mächtiges, weithin sichbares Gebäude mit Schopfwalmdach und vier Gaupen an der Ostseite, ist sicher eines der ältesten Häuser am Berghang. Die massiven Tonnengewölbe der tiefen Keller stehen auf Bruchsteinfundamenten. Auch die gemütlichen Wohnräume waren 2001, als Annemarie Reiter ihr Buch über Wetzelsdorf schrieb, noch in originalem Zustand "mit den Korbbögen über den Türen und den Nischen in den dickwandigen Mauern".
Am Pressbaum der zum Teil noch gut erhaltenen Press kann man die Jahreszahl 1600 lesen; die Spindel hingegen ist mit 1713 bezeichnet. Von Umbauten sind wir nicht unterreichtet, eine Fotografie aus dem Jahre 1900 zeigt jedenfalls bereits den heutigen Baukörper.