Grüne Gasse 5: Unterschied zwischen den Versionen
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{{TextBilder | |||
|Textabschnittstitel=Ehemaliges Hufschmiedhaus | |||
|Textabschnitt=Schon 1733 wird hier der bürgerliche Hebermeister B. Riemer genannt(Heber besorgten das Abladen der Weinfässer und Warenballen und brachten sie gegen eine bestimmte Gebühr zur Stadtwaage). Wie die meisten Häuschen am Beginn der hauptsächlich von Gärtnern besiedelten Gasse (daher der Name) war auch dieses dem Grazer Bürgerspital in der Dominikanergasse untertänig. Das Spital hat wesentlich an der Entstehung des Gries-, aber auch des Lendplatzes im 17. Jahrhundert mitgewirkt, als es frühere Weideflächen in Bauland verwandelte. | |||
Die frühere Schlosserei Jakl ist ein Relikt des früher intensiv betriebenen kleinindustriellen Gewerbes entlang der Wiener Straße. Das zweigeschosssige, fünfachsige Wohnhaus mit Schopfwalmgiebel, stark vorkragendem Dach und zwei Dachhäuschen dürfte aus dem 18. Jh. stammen. Anschließend gegen Norden findet sich noch die ehemalige Hufschmiede, zuletzt Schlosserei Car, mit dem charakteristischen Kamin, der sich über der Esse erhebt - er prägt vor allem das Erscheinungsbild von der Wiener Straße aus (hier Wiener Straße 20). | |||
|Bildname1=Grüne_Gasse_5,_Schlosserei_Jakl_2.JPG | |||
|Bildbeschreibung1=Wohnhaus (Laukhardt 2011) | |||
|Bildname2=Grüne_Gasse_5,_Fabrik,_von_Wienerstraße.JPG | |||
|Bildbeschreibung2=Ansicht von der Wiener Straße(2011) | |||
|Bildname3=Wiener_Straße_20._Hufschmiede.JPG | |||
Schon 1733 wird hier der bürgerliche Hebermeister B. Riemer genannt(Heber besorgten das Abladen der Weinfässer und Warenballen und brachten sie gegen eine bestimmte Gebühr zur Stadtwaage). Wie die meisten Häuschen am Beginn der hauptsächlich von Gärtnern besiedelten Gasse (daher der Name) war auch dieses dem Grazer Bürgerspital in der Dominikanergasse untertänig. Das Spital hat wesentlich an der Entstehung des Gries-, aber auch des Lendplatzes im 17. Jahrhundert mitgewirkt, als es frühere Weideflächen in Bauland verwandelte. | |Bildbeschreibung3=Die ehemalige Hufschmiede Horvath (2013) | ||
Die frühere Schlosserei Jakl ist ein Relikt des früher intensiv betriebenen kleinindustriellen Gewerbes entlang der Wiener Straße. Das zweigeschosssige, fünfachsige Wohnhaus mit Schopfwalmgiebel, stark vorkragendem Dach und zwei Dachhäuschen dürfte aus dem 18. Jh. stammen. Anschließend gegen Norden findet sich noch die ehemalige Hufschmiede, zuletzt Schlosserei Car, mit dem charakteristischen Kamin, der sich über der Esse erhebt - er prägt vor allem das Erscheinungsbild von der Wiener Straße aus (hier Wiener Straße 20). | |Bildname4=Wiener_Straße_20,_Rose.JPG | ||
|Bildbeschreibung4=Die schöne Gartenrose (2011) | |||
}}[[Kategorie:Schutz-Kataster Lend]][[Kategorie:Grüne Gasse]][[Kategorie:Aktuell (Graz)]][[Kategorie:Denkmalschutz ab 2011]]{{Discussion}}{{References}} | |||
[[Kategorie:Schutz-Kataster Lend]][[Kategorie:Grüne Gasse | |||
Version vom 12. März 2015, 00:18 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
47° 4' 44.81" N, 15° 25' 38.24" E
Ehemaliges Hufschmiedhaus
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Wohnhaus (Laukhardt 2011)
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Ansicht von der Wiener Straße(2011)
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Die ehemalige Hufschmiede Horvath (2013)
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Die schöne Gartenrose (2011)
Kommentare
Auf Anfrage von SOKO Altstadt teilte das BDA teilte im Juli 2014 mit: Das Wohnhaus wurde mit Bescheid vom 26. Juli 2013 unter Denkmalschutz gestellt, die Wirtschaftsgebäude Wiener Straße 18 und 20, also auch die ehemalige Hufschmiede, aber ausdrücklich von der Unterschutzstellung ausgenommen. Den beiden Gebäuden, die wesentlich später als das Wohnhaus errichtet wurden, ist im Bescheid keine für eine Unterschutzstellung ausreichende geschichtliche, künstlerische oder sonstige kulturelle Bedeutung zugesprochen worden. Im Falle der ehemaligen Schmiede wurde unter anderem der durch den Verlust der Inneneinrichtung eingetretene mangelnde Dokumentationswert angeführt. Bedauerlich ist, dass der nun genehmigte Bebauungsplan den Abbruch der beiden Nebengebäude vorsieht, womit ein Stück der Wirtschaftsgeschichte in der Wiener Straße ausradiert wird. Es geht wie meistens um die maximale Ausschöpfung der vorhandenen Baufläche, obwohl es intelligentere Lösungen gäbe, etwa die Einrichtung eines Lokals. Laukhardt (Diskussion) 19:34, 15. Jul. 2014 (CEST)
Es kam, wie es kommen musste: Am 18. August 2015 wurde wieder ein Stück Grazer Industriegeschichte eliminiert. Und das, obwohl sich der Gemeinderat dafür eingesetzt hatte, Industriedenkmälern erhöhtes Augenmerk zuzuwenden. Lippenbekenntnisse!
Laukhardt (Diskussion) 09:48, 19. Aug. 2015 (CEST)