Göstinger Straße 183: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

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Datei:Göstinger_Straße_183.JPG|Göstinger Straße 183 von Süden (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Göstinger_Straße_183.JPG|Göstinger Straße 183 von Süden (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Göstinger Straße_183,_Fassade.JPG|Fassadendetail (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Göstinger Straße_183,_Fassade.JPG|FDie Straßenfront (Foto Laukhardt 2011)
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Nördlich der Einmündung des Marktannerweges stehen zwei schöne Villen, erbaut an der Wende zum 20. Jh. Zum Unterschied von den nahe liegenden Villen in der Aspachgasse weisen sie eine ländlicheren Charakter auf, der durch Holzveranden unterstrichen wird.
Nördlich der Einmündung des Marktannerweges stehen zwei schöne Villen, erbaut an der Wende zum 20. Jh. Zum Unterschied von den nahe liegenden Villen in der Aspachgasse weisen sie eine ländlicheren Charakter auf, der durch Holzveranden unterstrichen wird.


Am 26. Jänner 1899 sucht Franz Mahler, Hausbesitzer in der Augasse, beim Gemeindevorstand Göstung um Baubewilligung für  ein "hochebenerdigen" Wohnhauses an. Der mit eingereichte Plan ist von Stadt-Maurermeister Mathias Rubitschka gefertigt. Der Bauplan gibt im Wesentlichen den heutigen Baukörper wieder, wobei das dann in Rustika ausgeführte Basisgeschoß durch eine Nutzung angedeutet ist, jedoch sind die ausgeführten Dekorationen und Rahmungen bei den fünf Fenstern im Obergeschoß im Plan nicht zu sehen. Auch die Holzveranda entspricht nicht hsnz dem Plan.  
Am 26. Jänner 1899 sucht Franz Mahler, Hausbesitzer in der Augasse, beim Gemeindevorstand Göstung um Baubewilligung für  ein "hochebenerdigen" Wohnhauses an. Der mit eingereichte Plan ist von Stadt-Maurermeister Mathias Rubitschka gefertigt. Der Bauplan gibt im Wesentlichen den heutigen Baukörper wieder, wobei das dann in Rustika ausgeführte Basisgeschoß durch eine Nutzung angedeutet ist, jedoch sind die ausgeführten Dekorationen und Rahmungen bei den fünf Fenstern im Obergeschoß im Plan nicht zu sehen. Auch die Holzveranda entspricht nicht ganz dem Plan. Auffallend ist, dass der Plan in allen drei Geschossen je eine Küche und ein WC vorsieht.
Auffallend ist, dass der Plan in allen drei Geschossen je eine Küche vorsieht.


Lt. Mitteilund der jetzigen Besitzerin, Frau Frieda Urleb wurde jedoch das Haus Nr. 183 wurde 1897 vom Ehepaar Rother erbaut, das waren Brauereibesitzer aus Mureck. Es gibt eine alte Fotografie vom Haus mit den ersten Besitzern. Bis zur Eingemeindung von Gösting nach Graz 1938 hatte das Haus noch die Adresse Plabutscherstraße 4.
Lt. Mitteilung der jetzigen Besitzerin, Frau Frieda Urleb wurde jedoch das Haus Nr. 183 wurde 1897 vom Ehepaar Rother erbaut, Brauereibesitzer aus Mureck. Es gibt eine alte Fotografie vom Haus mit den ersten Besitzern. Bis zur Eingemeindung von Gösting nach Graz 1938 hatte das Haus noch die Adresse Plabutscherstraße 4.


Bekanntlich war die jetzige Annakirche vorher ein Brauhaus gewesen, mit eigenen Quellen vom Plabutsch (diese wurden im Zuge des Tunnelbaus versprengt).  Durch den Grund von Nr. 183 wurde auch eine Quelle gefaßt, die dann in einen Kanal in die Landesstraße eingemündet ist. Aus dieser Tatsache hatte das Haus auch den Beinamen "Quellenhof" getragen.
Bekanntlich war die jetzige Annakirche vorher ein Brauhaus gewesen, mit eigenen Quellen vom Plabutsch (diese wurden im Zuge des Tunnelbaus versprengt).  Durch den Grund von Nr. 183 wurde auch eine Quelle gefaßt, die dann in einen Kanal in die Landesstraße eingemündet ist. Aus dieser Tatsache hatte das Haus auch den Beinamen "Quellenhof" getragen.

Version vom 7. September 2011, 21:47 Uhr

47° 5' 44.35" N, 15° 23' 44.21" E

Villa Urleb

Nördlich der Einmündung des Marktannerweges stehen zwei schöne Villen, erbaut an der Wende zum 20. Jh. Zum Unterschied von den nahe liegenden Villen in der Aspachgasse weisen sie eine ländlicheren Charakter auf, der durch Holzveranden unterstrichen wird.

Am 26. Jänner 1899 sucht Franz Mahler, Hausbesitzer in der Augasse, beim Gemeindevorstand Göstung um Baubewilligung für ein "hochebenerdigen" Wohnhauses an. Der mit eingereichte Plan ist von Stadt-Maurermeister Mathias Rubitschka gefertigt. Der Bauplan gibt im Wesentlichen den heutigen Baukörper wieder, wobei das dann in Rustika ausgeführte Basisgeschoß durch eine Nutzung angedeutet ist, jedoch sind die ausgeführten Dekorationen und Rahmungen bei den fünf Fenstern im Obergeschoß im Plan nicht zu sehen. Auch die Holzveranda entspricht nicht ganz dem Plan. Auffallend ist, dass der Plan in allen drei Geschossen je eine Küche und ein WC vorsieht.

Lt. Mitteilung der jetzigen Besitzerin, Frau Frieda Urleb wurde jedoch das Haus Nr. 183 wurde 1897 vom Ehepaar Rother erbaut, Brauereibesitzer aus Mureck. Es gibt eine alte Fotografie vom Haus mit den ersten Besitzern. Bis zur Eingemeindung von Gösting nach Graz 1938 hatte das Haus noch die Adresse Plabutscherstraße 4.

Bekanntlich war die jetzige Annakirche vorher ein Brauhaus gewesen, mit eigenen Quellen vom Plabutsch (diese wurden im Zuge des Tunnelbaus versprengt). Durch den Grund von Nr. 183 wurde auch eine Quelle gefaßt, die dann in einen Kanal in die Landesstraße eingemündet ist. Aus dieser Tatsache hatte das Haus auch den Beinamen "Quellenhof" getragen.


Kommentar: Die schöne erhaltene Villa steht nicht unter Denkmalschutz und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Ihrer Erhaltung sollte weiterhin größte Aufmerksamkeit zugewandt werden.

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