Albert-Schweitzer-Gasse 40: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:Rannachstraße_31,_Melbler-Peter,_von Süden.JPG|Hof von Süden (Foto Laukhardt 2011)
|Strasse=Albert-Schweitzer-Gasse
Datei:Rannachstraße_31,_Melbler-Peter,_Portal.JPG|Detail des Eingangs-Portals (Foto Laukhardt 2011)
|Hausnummer=40
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|Stadtbezirk=Eggenberg
=="Bettlerkreuz"==
|PLZ=8020
[[Koordinaten::47° 7'4.54"N, 15°24'28.38"E]]
|Ort=Graz
|Zone=Schutz-Kataster Gries
|Denkmalschutz=Nein
|Bundesland=Steiermark
|Land=Österreich
|aktuellerStatus=Aktuell
|Language=de
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{{Karte
|Koordinaten=47.06324, 15.43071
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{{TextBilder
|Textabschnittstitel=Bettlerkreuz
|Textabschnitt=An der Ausmündung der früheren "Altersheimgasse" in die Karlauerstraße steht das sogenannte "Bettlerkreuz", es wurde vermutlich 1898 von der Straße in die heutige Nische versetzt. Es besteht aus einem spätbarocken hölzernen Kruzifix mit farbig gefasstem Corpus Christi, darunter steht eine Mater dolorosa, die aus einem Holzbrett geschnitten und bemalt ist, der Heiligenschein und die Schwerter sind aus Blech getrieben und vergoldet. Das Kreuz wurde mehrfach restauriert und neu gemalt, zuletzt 1981.


Der Hof mit seinem Schopfwalmgiebel ist im 2. Viertel des 16. Jh. durch Achaz Färber von Nechelheim erbaut worden. Achaz besaß die gleichnamige Burg bei St. Lorenzen im Mürztal, die er nach 1525 zu einem Schloss ausbauen ließ. 1527 erwarb er auch das Berggut (= Weingut) in Plick. 1707 wird das Gut am Plickkogel vom Schloss getrennt, es wird der Herrschaft Gösting untertan. Bis 1770 blieb der Hof ein Weingut. Der Name Melbler-Peter geht übrigens auf Peter Stranz zurück, der den Hof 1783 erwarb und im Nebenberuf Mehlhändler war.
(Nach: ÖKT 1984)
 
|Bildname1=Albert-Schweitzer-Gasse,_Karlauerstraße,_Bettlerkreuz.JPG
Die beiden Rustika-Rundbogen-Steinportale werden durch einen Gang verbunden, das Portal zum Hof ist besonders schön gearbeitet. Der westseitige große Raum mit seinem Kreuzgratgewölbe war einst eine offene Laube für den Sommeraufenthalt. Der gewölbte Weinkeller unter der großen Wohnstube zeigen, daß der Erbauer ein vermögender Mann war. Der Überlieferung nach laufen vom Keller des Hauses Gänge in Richtung St. Veiter Kirche bzw. Schloss St. Gotthard. Der Andritzer Chronist Fritz Allmer erklärt in der Hofchronik das als Erdställe, die Zuflucht in kriegerischen Zeiten boten.  
|Bildbeschreibung1=Ende der Albert-Schweitzer-Gasse
Aus: DEHIO Graz bzw. Hofchronik
|Aufnahmejahr1=Foto Laukhardt 2011
 
|Bildname2=Albert-Schweitzer-Gasse,_Bettlerkreuz.JPG
''Kommentar: Dieses von der Besitzerfamilie wunderschön erhaltene ehemalige Weingut mit seinen schönen Baudetails aus der Spät-Renaissance ist leider nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Eine Unterschutzstellung wäre daher dem Bundesdenkmalamt dringend zu empfehlen.''
|Bildbeschreibung2=Bettlerkreuz
 
|Aufnahmejahr2=Foto Laukhardt 2011
[[Kategorie:Schutz-Kataster Andritz]][[Kategorie:St. Veit]][[Kategorie:Adresse]]
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{{Discussion}}

Aktuelle Version vom 6. Juni 2024, 19:35 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8020



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47° 3' 47.66" N, 15° 25' 50.56" E

Bettlerkreuz

An der Ausmündung der früheren "Altersheimgasse" in die Karlauerstraße steht das sogenannte "Bettlerkreuz", es wurde vermutlich 1898 von der Straße in die heutige Nische versetzt. Es besteht aus einem spätbarocken hölzernen Kruzifix mit farbig gefasstem Corpus Christi, darunter steht eine Mater dolorosa, die aus einem Holzbrett geschnitten und bemalt ist, der Heiligenschein und die Schwerter sind aus Blech getrieben und vergoldet. Das Kreuz wurde mehrfach restauriert und neu gemalt, zuletzt 1981. (Nach: ÖKT 1984)

Kommentare

Der Name des Kreuzes dürfte aus der Nähe des ehemaligen Armenhauses zu erklären sein. 1724 hatte Kaiser Karl VI. die Errichtung eines Armenhauses für Graz angeordnet, es entstand in der damaligen Armenhausgasse, die erst 1930 zur Altersheimgasse wurde und 1965 den heutigen Namen erhielt. Das Altersheimgebäude steht noch heute (Haus Nr. 34). Das schöne, durch ein schmiedeeisernes Gitter geschützte Wegkreuz steht leider nicht unter Denkmalschutz und liegt auch nicht in einer Altstadt-Schutzzone. Eine Unterschutzstellung wäre daher dem Bundesdenkmalamt dringend zu empfehlen. Laukhardt

Einzelnachweise

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