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|Textabschnittstitel=Schloss Hintenfeld (abgekommen)
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|Textabschnitt=Das "verschwundene" Schloss Hintenfeld wurde „zwischen der Kirche und der ehemaligen Ziegelei Eustacchio“ (Kubinzky-Wentner) geortet. Baravalle suchte es in seinem Burgenbuch von 1961 noch "südlich der Kirche von St. Peter.." und nahm an, dass es "schon um die Mitte des 18. Jhs abgetragen worden" sei. Dem widerspricht ein 2013 gemachter Fund auf der „Josephinischen Landesaufnahme“ von 1787, aus der sich nun auch ein genauer Standort entnehmen lässt: Im Zwickel zwischen dem St. Peter Pfarrweg und dem Breitenweg, wo dieser anzusteigen beginnt, weist die Bezeichnung kaum lesbare „Schloss Hintenfeld" auf ein größeres Anwesen hin.  
|Textabschnitt=Das "verschwundene" Schloss Hintenfeld wurde „zwischen der Kirche und der ehemaligen Ziegelei Eustacchio“ (Kubinzky-Wentner) geortet. Baravalle suchte es in seinem Burgenbuch von 1961 noch "südlich der Kirche von St. Peter.." und nahm an, dass es "schon um die Mitte des 18. Jhs abgetragen worden" sei. Dem widerspricht ein von mir 2013 gemachter Fund auf der „Josephinischen Landesaufnahme“ von 1787, aus der sich nun auch ein genauer Standort entnehmen lässt: Im Zwickel zwischen dem St. Peter Pfarrweg und dem Breitenweg, wo dieser anzusteigen beginnt, weist die schwer lesbare Bezeichnung „Schloss Hintenfeld" auf ein größeres Anwesen hin.  
In Vischers Schlösserbuch von 1681 erkennt man, dass das Schloss aus einem mächtigen dreistöckigen Nordflügel und einem niedrigeren Westflügel mit Anbau zu bestehen scheint. Damals war es im Besitz von Georg Adam Graf Lengheim. Auch Andreas Trost hat es auf seiner Ansicht "Graz von Westen" 1699 ebenfalls gezeigt, doch ist hier ein Geschoss weniger zu erkennen.  
In Vischers Schlösserbuch von 1681 erkennt man, dass das Schloss aus einem mächtigen dreistöckigen Nordflügel und einem niedrigeren Westflügel mit Anbau zu bestehen scheint. Damals war es im Besitz von Georg Adam Graf Lengheim. Auch Andreas Trost hat es auf seiner Ansicht "Graz von Westen" 1699 ebenfalls gezeigt, doch ist hier ein Geschoss weniger zu erkennen.  
Gemeinsam mit der Familie Eustacchio wurde die bisher nicht sicher feststellbare Lage des abgekommenen Schlosses weiter bestätigt. Dabei verhalf die Indikations-Skitze zum Franziszeischen Kataster weiter: dem Besitzer Mayer Joh. (Steinklauber Simon)vulgo Forstnersimerl gehörten ein gemauertes Wohngebäude mit 117 Quadratklafter (Bauparzelle Nr. 88) und zwei kleine hölzerne Wirtschaftsgebäude (Nr. 89 und 90).  
Gemeinsam mit der Familie Eustacchio wurde die bisher nicht sicher feststellbare Lage des abgekommenen Schlosses weiter bestätigt. Dabei verhalf die Indikations-Skitze zum Franziszeischen Kataster von 1829 weiter: dem Besitzer Mayer Joh. (Steinklauber Simon)vulgo Forstnersimerl gehörten ein gemauertes Wohngebäude mit 117 Quadratklafter (Bauparzelle Nr. 88) und zwei kleine hölzerne Wirtschaftsgebäude (Nr. 89 und 90), die der Herrschaft Messendorf zinspflichtig waren.  
Letzlich war das Foto aus dem Jahr 1923 eine große Hilfe; es zeigt den Ziegelwerksbesitzer Odo Eustacchio am Breitenweg. Die Reste des Westflügels sind gut mit der Ansicht von 1706 vergleichbar, sie dürften bald danach der Erweiterung des Ziegelgeländes zum Opfer gefallen sein. Seit der Auflassung des Ziegelwerkes in den 1980er Jahren hat sich hier ein bewaldetes Erholungsgebiet ausgebreitet.
Letzlich war das Foto aus dem Jahr 1923 eine große Hilfe; es zeigt den Ziegelwerksbesitzer Odo Eustacchio am Breitenweg. Die Reste des Westflügels sind gut mit der Ansicht von 1706 vergleichbar, sie dürften bald danach der Erweiterung des Ziegelgeländes zum Opfer gefallen sein. Seit der Auflassung des Ziegelwerkes in den 1980er Jahren hat sich hier ein bewaldetes Erholungsgebiet ausgebreitet.
|Bildname1=1681, Hintenfeld (Vischer).JPG
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Version vom 26. März 2016, 17:56 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8051



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47° 3' 39.92" N, 15° 28' 42.76" E

Schloss Hintenfeld (abgekommen)

Das "verschwundene" Schloss Hintenfeld wurde „zwischen der Kirche und der ehemaligen Ziegelei Eustacchio“ (Kubinzky-Wentner) geortet. Baravalle suchte es in seinem Burgenbuch von 1961 noch "südlich der Kirche von St. Peter.." und nahm an, dass es "schon um die Mitte des 18. Jhs abgetragen worden" sei. Dem widerspricht ein von mir 2013 gemachter Fund auf der „Josephinischen Landesaufnahme“ von 1787, aus der sich nun auch ein genauer Standort entnehmen lässt: Im Zwickel zwischen dem St. Peter Pfarrweg und dem Breitenweg, wo dieser anzusteigen beginnt, weist die schwer lesbare Bezeichnung „Schloss Hintenfeld" auf ein größeres Anwesen hin.

In Vischers Schlösserbuch von 1681 erkennt man, dass das Schloss aus einem mächtigen dreistöckigen Nordflügel und einem niedrigeren Westflügel mit Anbau zu bestehen scheint. Damals war es im Besitz von Georg Adam Graf Lengheim. Auch Andreas Trost hat es auf seiner Ansicht "Graz von Westen" 1699 ebenfalls gezeigt, doch ist hier ein Geschoss weniger zu erkennen. Gemeinsam mit der Familie Eustacchio wurde die bisher nicht sicher feststellbare Lage des abgekommenen Schlosses weiter bestätigt. Dabei verhalf die Indikations-Skitze zum Franziszeischen Kataster von 1829 weiter: dem Besitzer Mayer Joh. (Steinklauber Simon)vulgo Forstnersimerl gehörten ein gemauertes Wohngebäude mit 117 Quadratklafter (Bauparzelle Nr. 88) und zwei kleine hölzerne Wirtschaftsgebäude (Nr. 89 und 90), die der Herrschaft Messendorf zinspflichtig waren.

Letzlich war das Foto aus dem Jahr 1923 eine große Hilfe; es zeigt den Ziegelwerksbesitzer Odo Eustacchio am Breitenweg. Die Reste des Westflügels sind gut mit der Ansicht von 1706 vergleichbar, sie dürften bald danach der Erweiterung des Ziegelgeländes zum Opfer gefallen sein. Seit der Auflassung des Ziegelwerkes in den 1980er Jahren hat sich hier ein bewaldetes Erholungsgebiet ausgebreitet.

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