Göstinger Straße 183: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Baugeschichte

Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(17 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Koordinaten::  47° 4'11.36"N, 15°24'15.20"E]]
{{Adresse
|Straße=Göstinger Straße
|Hausnummer=183
|PLZ=8051
|Ort=Graz
|Denkmalschutz=Nein
|Bundesland=Steiermark
|Land=Österreich
|aktuellerStatus=Aktuell
}}
{{Karte
|Koordinaten=47.095652777778, 15.395613888889
}}
{{TextBilder
|Textabschnittstitel=Villa Urleb
|Textabschnitt=Nördlich der Einmündung des Marktannerweges stehen zwei schöne Villen, im Unterschied von den nahe liegenden Villen in der Aspachgasse mit ländlicherem Charakter, der durch Holzveranden unterstrichen wird.


<gallery widths="320" heights="240" perrow="2" align="center">
Am 26. Jänner 1899 sucht Franz Mahler, Hausbesitzer in der Augasse, beim Gemeindevorstand Gösting um Baubewilligung für  ein "hochebenerdigen" Wohnhauses an. Der mit eingereichte Plan ist von Stadt-Maurermeister Mathias Rubitschka gefertigt. Der Bauplan gibt im Wesentlichen den heutigen Baukörper wieder, wobei das dann in Rustika ausgeführte Basisgeschoß durch eine Nutzung angedeutet ist, jedoch sind die ausgeführten Dekorationen und Rahmungen bei den fünf Fenstern der Obergeschosse im Plan nicht zu sehen. Die ursprünglich offen mit einem Parapett und Holzverzierungen geplante Veranda ist heute - mit Holz - geschlossen. Auffallend ist, dass der Plan in allen drei Geschossen je eine Küche und ein WC vorgesehen hat.
Datei:Göstingerstraße_181,_183.JPG|Göstinger Straße 181 und 183 von Süden (Foto Laukhardt 2011)
Datei:Göstinger Straße_183,_Fassade.JPG|Fassadendetail von Nr. 183 (Foto Laukhardt 2011)
</gallery>


==Villa Urleb==
Bekanntlich war die jetzige Annakirche vorher ein Brauhaus gewesen, mit eigenen Quellen vom Plabutsch (diese wurden im Zuge des Tunnelbaus versprengt).  Durch den Grund von Nr. 183 wurde auch eine Quelle gefaßt, die dann in einen Kanal in die Landesstraße eingemündet ist. Aus dieser Tatsache hatte das Haus auch den Beinamen "Quellenhof" getragen.


Diese in der Eggenberger Alle etwas versteckt liegende Villenanlage des 19. Jahrhunderts in einem gepflegten Park unterbricht die Reihe der modernen Zweckbauten in diesem Straßenabschnitt. Die siebenachsige, zweigeschosssige Villa zeigt eine einfache Fassade mit einem über fünf Achsen reichenden Dreiecks-Giebel über dem Obergeschoss auf sowie einen im Norden als Eingang angesetzten säulengestützten Altan.
''Kommentar: Durch den kürzlich beschlossenen Bebauungsplan sind Villa und Park der Spitzhacke anheimgestellt. Wegen der Lage des Objektes in der Pufferzone des Welterbe-Korridors von der Innenstadt zum Schloss Eggenberg von SOKO Altstadt eingebrachte Proteste wurden durch die Stadtbaudirektion ignoriert.''


[[Kategorie:Schutz-Kataster Gösting]][[Kategorie:Göstinger Straße]][[Kategorie:Adresse]]
Lt. Mitteilung der jetzigen Besitzerin, Frau Frieda Urleb wurde jedoch das Haus Nr. 183 wurde 1897 vom Ehepaar Rother erbaut,  Brauereibesitzer aus Mureck. Es gibt eine alte Fotografie vom Haus mit den ersten Besitzern. Bis zur Eingemeindung von Gösting nach Graz 1938 hatte das Haus noch die Adresse Plabutscherstraße 4.
|Bildname1=Göstinger_Straße_183.JPG
|Aufnahmejahr1=Laukhardt 2011
|Bildbeschreibung1=Göstinger Straße 183 von Süden
|Bildname2=Göstinger Straße_183,_Fassade.JPG
|Aufnahmejahr2=Laukhardt 2011
|Bildbeschreibung2=FDie Straßenfront
|Bildname3=Göstinger_Straße_183,_Bauplan_2.JPG
|Bildbeschreibung3=Bauplan Mathias Rubitschka 1899 (F. Urleb)
}}
[[Kategorie:Schutz-Kataster Gösting]]
{{Discussion}}
{{References}}
{{Denkmalschutz}}

Aktuelle Version vom 8. März 2015, 22:42 Uhr

Österreich » Steiermark » Graz » 8051




Die Karte wird geladen …

47° 5' 44.35" N, 15° 23' 44.21" E

Villa Urleb

Nördlich der Einmündung des Marktannerweges stehen zwei schöne Villen, im Unterschied von den nahe liegenden Villen in der Aspachgasse mit ländlicherem Charakter, der durch Holzveranden unterstrichen wird.

Am 26. Jänner 1899 sucht Franz Mahler, Hausbesitzer in der Augasse, beim Gemeindevorstand Gösting um Baubewilligung für ein "hochebenerdigen" Wohnhauses an. Der mit eingereichte Plan ist von Stadt-Maurermeister Mathias Rubitschka gefertigt. Der Bauplan gibt im Wesentlichen den heutigen Baukörper wieder, wobei das dann in Rustika ausgeführte Basisgeschoß durch eine Nutzung angedeutet ist, jedoch sind die ausgeführten Dekorationen und Rahmungen bei den fünf Fenstern der Obergeschosse im Plan nicht zu sehen. Die ursprünglich offen mit einem Parapett und Holzverzierungen geplante Veranda ist heute - mit Holz - geschlossen. Auffallend ist, dass der Plan in allen drei Geschossen je eine Küche und ein WC vorgesehen hat.

Bekanntlich war die jetzige Annakirche vorher ein Brauhaus gewesen, mit eigenen Quellen vom Plabutsch (diese wurden im Zuge des Tunnelbaus versprengt). Durch den Grund von Nr. 183 wurde auch eine Quelle gefaßt, die dann in einen Kanal in die Landesstraße eingemündet ist. Aus dieser Tatsache hatte das Haus auch den Beinamen "Quellenhof" getragen.


Lt. Mitteilung der jetzigen Besitzerin, Frau Frieda Urleb wurde jedoch das Haus Nr. 183 wurde 1897 vom Ehepaar Rother erbaut, Brauereibesitzer aus Mureck. Es gibt eine alte Fotografie vom Haus mit den ersten Besitzern. Bis zur Eingemeindung von Gösting nach Graz 1938 hatte das Haus noch die Adresse Plabutscherstraße 4.

Kommentare

Die schöne erhaltene Villa steht nicht unter Denkmalschutz und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Ihrer Erhaltung sollte weiterhin größte Aufmerksamkeit zugewandt werden. Laukhardt

Einzelnachweise



Cookies helfen uns bei der Bereitstellung von Baugeschichte. Durch die Nutzung von Baugeschichte erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies speichern.